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Rennbericht Ingolstadt Triathlon

Nach der DM Duathlon Ende April, sollte die DM auf der Mitteldistanz bei der Elite mein erster Saisonhöhepunkt im Triathlon werden. Ich entschied mich vor dem Wettkampf bewusst für einen Start im Elitefeld, auch wenn ich keinen Elite-Startpass der DTU besitze. Die Regelungen der Triathlonverbände sind hier leider ziemlich undurchsichtig, und selbst Experten der Szene kennen nicht alle Regularien. Auch deshalb war das Starterfeld relativ übersichtlich. Ich wollte mich aber mit den besten Sportlern im selben Wettkampf messen. Das geht dann nur in derselben Startgruppe und unter den gleichen Bedingungen (Schwimmen ohne Neoprenanzug).

 

Die Anreise nahm ich ganz entspannt am Samstag unter die Räder. Am See angekommen, konnte ich meine Beine im See lockerschwimmen und anschließend einen Teil der Radstrecke testen. Einen super Tagesabschluss bildete die kleine Pastaparty bei unserem Freund Sebastian, der eine leckere Bolognesesoße gezaubert hatte.

Mein Wettkampftag am Sonntag begann dann zeitig: 8:00 Uhr Start bedeutete circa 5:00 Uhr Frühstück, schnell den Kinderwagen ins Auto und los geht's ;-)

 

Im Elitefeld war das Schwimmen im Neoprenanzug verboten, dafür hatte ich mir kurzfristig einen Schwimmanzug besorgt. Danke an dieser Stelle an Julius Domnick!
Der Schwimmstart verlief unkompliziert, denn das Feld reihte sich auf dem Weg zur ersten Boje schnell zu einer Perlenkette auf. Zuerst konnte ich noch an den Füßen der ersten Frau, später dann alleine schwimmen. So kämpfte ich mich größtenteils alleine über die 2,0km lange Schwimmstrecke. Alles in Allem ging es ganz gut weg, auch wenn zum Ende hin etwas die Kraft weg war. Der Rückstand auf Spitzenschwimmer Lukasz Wojt war hier ziemlich groß, rund 8 min betrug der Abstand. Damit hatte ich jedoch gerechnet. Mit meinem Schwimmen bin ich im Nachhinein sehr zufrieden, da konnte ich mit überschaubarem Trainingsaufwand das Maximale rausholen. Besonders in der speziellen Vorbereitung auf die Duathlonwettkämpfe kommt das Schwimmtraining immer ziemlich kurz.


Etwas verkorkst lief leider mein 1.Wechsel. Ein festgeklebter Reißverschluss und Umziehprobleme beim Anziehen meines Einteilers kosteten mich hier rund 1 min. Das ist im Nachhinein sehr schade, sonst wäre es vielleicht sogar noch einen Platz weiter nach vorn gegangen.
Das Radfahren wollte ich heute mal etwas gemäßigter angehen, um nicht voll angeschlagen in den Lauf zu gehen. Bei meinen ersten beiden Mitteldistanzen bin ich zum Ende hin immer schwächer geworden und war beim Loslaufen schon sehr platt. Das Pacing klappte in Ingolstadt ganz gut, hier zogen so vor allem am Anfang aber einige Athleten vorbei. Da hieß es Ruhe bewahren und cool bleiben, denn die Versuchung, einfach mitzufahren ist natürlich immer da 😉 Die 86,4km Radstrecke fuhr ich schließlich mit einem Schnitt von 39,3km/h, einer Leistung von 242W/251W NP. Auch der Variabilitätsfaktor von 1,04 geht noch als gleichmäßig durch.

Mit einigen Erwartungen bin ich dann auf die Laufstrecke gegangen. Mein Plan, nicht zu schnell anzulaufen wurde gleich gestört: der spätere Sieger Frederic Funk lief die ersten Meter mit einer Runde Vorsprung knapp vor mir. hier bin ich dann aber gleich vorbeigelaufen und dann auch konstant weggelaufen. Ein paar Konkurrenten holte ich gleich in der ersten Laufrunde ein, dann kam leider lange nichts. Der Rückstand zu Platz 6 war dann doch etwas zu groß. Der Lauf lief dann wie am Schnürchen, 1:13:27h für die 20,2km bedeuteten zum Schluss die 2.Laufzeit. Die 3,75 Runden um den Baggersee liefen sich erstaunlich gut weg, hier hatte ich vor dem Wettkampf etwas Bedenken. Ich versuchte, mich wegen der Wärme bei jeder Verpflegungsstation gut zu kühlen und immer etwas zu trinken. Sowohl die Kühlung als auch die Ernährung haben beim Laufen diesmal wirklich gut geklappt.
Mit diesem guten Gefühl konnte ich den Zieleinlauf genießen, Platz 7 im Elitefeld und Platz 10 im Gesamtergebnis (aller Starter, auch wenn man die Wettkämpfe aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen nicht vergleichen kann) der 900 Starter machen mich zufrieden. An der Stellschraube Rad werde ich im Laufe der Saison noch drehen! Ich denke, mein Coach Thomas von Dr.D Coaching und ich haben den ersten gemeinsamen Schritt zu vielen erfolgreichen Wettkämpfen getan.

Mein größter Dank geht wie immer an meine Freundin Maria für die wahnsinnige Unterstützung. Ohne dich wäre das alles so nicht möglich! Danke auch an alle Freunde zu Hause, die fleißig mitgefiebert haben!

Weiter geht es gleich am kommenden Sonntag, dem 17.6. beim Paradiestriathlon im Sprint gegen die lokale Konkurrenz. Ich freu mich drauf und bin gespannt, was die Beine sagen ;-)